Autorenwoche Tag 3.2: Vivian Hall – das Interview

Auch Vivian hat sich bereit erklärt, an einem Interview mit mir teilzunehmen.

Herzlich willkommen Vivian.
Ich freue mich, dass Du Dich bereit erklärt hast, an einem Interview für die Leseschnecken teilzunehmen.
Dies ist im Rahmen der Blogwoche rund um „Triple Ink“.
Ich hoffe, ich darf bei dem Du bleiben?
Natürlich, darfst du das. 😊 Ich freue mich auch sehr über die Gelegenheit ein paar Fragen zu beantworten und mit meinen lieben Kolleginnen Ivy Paul und Linda Mignani eine Woche lang dein Gast sein zu dürfen.

Als erstes möchte ich Dir ein paar allgemeine Fragen stellen.
Wann hast Du mit dem Schreiben angefangen?
Ich gehöre nicht zu den Autorinnen, die schon seit Kindheit an, Texte verfassen, sondern bin ein Spätzünder. Meine ersten Geschichten habe ich während meiner Elternzeit auf einem Internetportal geschrieben, ohne sonderliche Ambitionen und nur zum Spaß. Das ist jetzt bald zehn Jahre her und ich habe einen langen Weg hinter mir. Schreiben ist ein Handwerk das muss man erst mal richtig lernen, mit Talent allein ist es da nicht getan. Manchmal war es mühsam, aber mit jeder Geschichte wächst man mit. Wichtig ist es, etwas zu schreiben, was einem Spaß macht. Ich habe bis heute Freude daran, meine Ideen aufs Papier zu bringen, nur gehe ich die Romane jetzt deutlich professioneller an.

Kannst Du uns etwas über Dein Schreiben erzählen? Schreibst Du daheim am Schreibtisch oder wo? Mit Computer oder auf einem Block?
Ich schreibe mal am Laptop, dann wieder am Mac in meinem Arbeitszimmer. Per Hand schreibe ich nichts. Auch keine Notizen. Alles was ich mache, wird in Dateien zusammengefasst und abgespeichert.

Wie sieht ein typischer Alltag bei Dir aus?
Der ist eigentlich ziemlich langweilig. Morgens, sobald mein Mann und mein Sohn aus dem Haus sind, erledige ich die nötigen Hausarbeiten oder Einkäufe, danach wird geschrieben oder überarbeitet, bis ca. 12.00. Wenn mein Sohn aus der Schule kommt, bleibt der Laptop in der Regel bis zum Abend aus, auch wenn ich übers Handy regelmäßig meine Nachrichten checke. Zwar arbeite ich hin und wieder mal nachmittags, anders schafft man sein Pensum nicht, doch mein Sohn und die Schule haben für mich auf jeden Fall Vorrang. Deswegen sind das eher Ausnahmen. Abends arbeite ich ca. 2-3 Mal die Woche, solange es die Konzentration nach einem langen Tag noch zulässt und am Wochenende, wenn ich in meinem Zeitplan hinterherhinke. Mein Mann hält mir dann den Rücken frei und hat da auch viel Verständnis. Trotzdem darf die Familie unter der Schreiberei nicht leiden.

Im März ist „Mauerblümchen küsst er nicht“ erschienen.
Wie lange hast Du an diesem Buch geschrieben? Von Beginn der Idee bis zum Veröffentlichen? Und woher kommt die Idee für dieses Buch?
Das müssten etwas mehr als vier Monate gewesen sein. Der Roman hat mich von Anfang an gepackt und so viel Spaß gemacht, dass ich an manchen Tagen 5000 Worte und mehr geschrieben habe. Mit Überarbeitung und dem restlichen Prozedere sind dann fast fünf Monate ins Land gegangen.
Die Idee zum Roman ist schon fast drei Jahre alt und kam mir bei einem Besuch im Europapark, als ich auf meinen Mann und meinen Sohn gewartet habe. Ich habe sie nie aus den Augen verloren und innerlich abgespeichert. Schlussendlich hat es doch sehr lange gedauert, bis ich die Idee umsetzen konnte.

Wie war das Gefühl, als Du Dein erstes Buch veröffentlicht hast?
Aufregend. Das lässt sich nicht mit Worten beschreiben, das muss man selbst erleben.
Ich weiß, dass du mittlerweile Self-Publisherin bist. Vorher hattest Du Verträge mit Verlagen. Warum hast Du Dich für das SP entschieden? Ist das nicht immens viel Arbeit, alles selber zu machen?
Es gibt immer wieder Phasen im Leben, die Veränderungen mit sich bringen. Das war eine davon und ich sehe meiner Zukunft als Autorin optimistisch entgegen.
Die Hauptarbeit ist ja das Schreiben und Überarbeiten. Für die weiteren Schritte muss man sich gute Leute suchen, die einem helfen dem Roman den letzten Schliff zu verpassen. Nur mit dem Unterschied, dass ich selbst bestimme, wer diese Personen sind und dafür finanziell in Vorleistung gehe.

Was bedeuten Blogger für Dich?
Während meiner Verlagszeit hatte ich ja wenig Kontakt zu Bloggern, da diese Aufgabe sehr kompetent von einer Mitarbeiterin des Verlages übernommen worden ist. Das ist jetzt auch ganz neu für mich und ich bin sehr dankbar, dass es Bloggerinnen gibt, die sich für meine Bücher und die meiner lieben Kolleginnen von Triple Ink interessieren.
Auf jeden Fall kann ich zu diesem Punkt aktuell nur als Leserin genauer Auskunft geben. Ohne diverse Blogs wären mir eine Menge sehr guter Bücher nie aufgefallen. Auf Amazon werden oft nur die Hitlisten angezeigt, aber es gibt so viele Romane, die es wert sind gelesen zu werden und dabei sind Blogger eine unschätzbare Hilfe.

Und jetzt habe ich speziell eine Frage zu „Triple Ink“. Ich mache ja eine Blogwoche für euch und möchte natürlich gerne wissen, was hat es mit „Triple Ink“ auf sich?
Triple Ink, das sind Linda Mignani, Ivy Paul und ich. Wir haben uns sehr eng angefreundet und sind auf einer Wellenlänge. Da auch sie den Weg ins Selfpublishing gewählt haben, lag es nahe, dass wir drei uns unterstützen. Allein ist man nie so stark wie in der Gruppe. Deswegen auch das Label Triple Ink. Auch um einen gewissen Wiedererkennungswert zu haben. 😊
Wir sind jedoch kein Verlag, sondern einfach eine Gemeinschaft von drei Frauen, die sich sehr mögen, gute Bücher lieben und für ihr Leben gern Romane für ihre Fans schreiben.

Jetzt habe ich noch ein paar private Fragen:
Welches Parfüm trägst Du am liebsten?
La vie est belle von Lancôme

Was für 3 Dinge würdest Du mit auf eine einsame Insel nehmen?
Meinen Sohn, meinen Mann und einen Werkzeugkasten.

Und wenn Du schon auf der Insel bist und auf einmal eine Kiste angeschwemmt werden würde, was wäre da drin?
Ein funktionstüchtiges Funkgerät, damit ich Hilfe rufen kann.

Welches ist Dein absolutes Lieblingsbuch?
Dornenvögel von Colleen McCullough

Hörst Du beim Schreiben Musik? Wenn ja, welche?
Nein, beim Schreiben kann ich keinerlei Ablenkung gebrauchen.

Hast Du schon ein neues Projekt in Planung? Verrätst Du uns schon was darüber?
Aktuell überarbeite ich den Dreiteiler „Liebe kann man nicht kaufen.“ Diese drei Bücher werden als nächstes erscheinen. Entweder Ende Juli, wenn ich das noch hinkriege, ansonsten wird es August.
Danach setze ich mich an die Fortsetzung der Citylovers. Wer „Mauerblümchen küsst er nicht“ gelesen hat, kann sicher erahnen, welches Paar als nächstes das Happyend verpasst bekommt. 😉
Danach weiß ich noch nicht. Ich schaue einfach, worauf ich am meisten Lust habe.

Zum Schluss: Beschreibe Dich bitte mit 3 Worten.
Zielstrebig, gutmütig, hin und wieder klugscheißerisch. 😊

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Dir Vivian und wünsche Dir viel Erfolg weiterhin
Vielen Dank für die Möglichkeit ein paar Fragen zu beantworten. Es hat mir großen Spaß gemacht.

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2 Replies to “Autorenwoche Tag 3.2: Vivian Hall – das Interview”

  1. Hallo und guten Tag,

    hey , was für eine ordentliche Autorin…alles wird auf Dateien abgespeichert….keine Zettelwirtschaft..

    Cool ..und sehr fortschrittlich, finde ich das alles.

    LG..Karin…

  2. Huhu Karin
    Das könnte mir nicht passieren. Bei mir fliegen überall Zettel mit irgendwas rum 🙂
    lg Steffy

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